Tenemakan Keita 03.04.2011, 20.25 Uhr

Hilfe für die Flüchtlinge aus der benachbarten Elfenbeinküste

Willi Kohlmus, Leiter des Regionalbüros im Sahel der Welthungerhilfe, unternahm vom 23. bis 26. März 2011 eine Reise in die Region Sikasso, an der Grenze zur Elfenbeinküste (R.C.I) zusammen mit anderen Partnern wie UNHCR (Flüchlingshilfswerk der Vereinten Nationen), UNICEF (Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen) und dem Welternährungsprogramm.

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Will Kohlmus wollte mit eigenen Augen die Situation der Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste erleben und ein Flüchtlingslager in Zegoua besuchen. Das Lager dort wird in Kooperation zwischen der Welthungerhilfe und der UNHCR finanziert, es wurde von der Welthungerhilfe aufgebaut und wird von ihr logistisch versorgt. Das Reiseteam transportierte viele Hilfsgüter für die Ausrüstung des Lagers. Es dient als erste Unterkunftsstation der Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Mali.

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Die malischen Behörden haben sich über den Bau des Lagers sehr gefreut, da so die Verwaltung der zahlreichen Flüchtlinge vereinfacht wird und diese hier einen ersten Ruhepunkt nach der anstrengenden und langen Fahrt finden.Täglich kommen etwa zwei bis vier volle Busse und zusätzlich noch mehrere (offene) LKWs voll mit Menschen in Zegoua an. Dort werden sie von den Behörden empfangen und im Lager versorgt.

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Die Flüchtlinge werden vor den Grenzbehörden von Zegoua, Sikasso, Kadiolo registriert und dann zu ihrem Lager geführt. Das schon fertige Lager in Zegoua ist auch mit Strom und Toiletten ausgerüstet. Es hat eine Unterkunftskapazität  für 1000 Personen. Jeden Tag setzen sich rund 120 Leute in diesen Lager ab. Ihre Versorgungmit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Toiletten wird von der Welthungerhilfe gesichert. Nach höchstens eineinhalb Tagen werden die Flüchtlinge nach Bamako oder nach anderen Orten in Mali transportiert. Auch dieser Transport wird von der Welthungerhilfe sichergestellt. Die Mehrheit der Flüchtlinge besteht aus sehr jungen Leuten und vielen Kindern.

Die Delegation des Regionalbüros im Sahel der Welthungerhilfe hat ausserdem den Ort Manankoro besichtigt, um einweiteres Flüchtlingslager vorzubereiten. Nach Informationen der angekommenen Flüchtlingen befinden sich noch sehr viele Malier in der Elfenbeinküste und warten auf Transportmöglichkeiten nach Mali.

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Die UNHCR schätzt die vorausichtliche Flüchtlingszahl in den kommenden Wochen auf etwa 100.000 Menschen. Fast die Hälfte der Flüchtlinge sind Malier, die anderen sind aus Guinea, Mauritanien, Senegal, Burkina Faso, RCI, Niger, Kamerun, Ghana, Zentralafrika, Togo, Gambia.

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Die UNHCR hat bis zum 23. März rund 12.000 Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste empfangen. Bis zum 20. März waren unter anderem auch 6400 Flüchtlinge aus Lybien in Bamako angekommen. Die Krise in den beiden Ländern verschlimmert sich täglich und die Welthungerhilfe wird noch mehr tun müssen.

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